Werte: Wie erfolgreiche Firmen sie vermitteln

Werte implementieren

Die letzten Male haben wir über WerteVisionen und Leitbilder gesprochen.

Wenn du die für dich und deinen Bereich hast, gut. Aber was ist der nächste logische Schritt? Dass alle sie kennen müssen. In deiner Schublade nützen sie nichts.

Führen durch Vorbild hilft. Aber wenns neu ist, dann muss es ja irgendwie auch ankommen bei den Mitarbeitern. 

Wenn du die für dich und deinen Bereich hast, gut. Aber was ist der nächste logische Schritt? Dass alle sie kennen müssen. In deiner Schublade nützen sie nichts.

Man kann tolle Broschüren drucken. Man kann Poster an die Wand hängen – ich habe sogar schon T-Shirts und andere Gimmicks gesehen. 

Das ist nicht unbedingt falsch, reicht aber für die dauerhafte Veränderung von Verhaltensweisen einer kritischen Masse von Mitarbeitern als alleinige Maßnahme nicht aus.

Und: Es muss nicht nur in die Köpfe, sondern auch in die Herzen deiner Mitarbeiter.

Nur wenn es erfahren wird und nicht lediglich vorgetragen oder vorgelesen wird, dann kann es sich langsam setzen. Und das dauert. Das dauert wirklich lange. Da brauchst du einen langen Atem. Ich spreche hier nicht von Wochen oder Monaten, sondern von Jahren. Wenigstens zwei Jahre. 

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Change-Management-Weisheit

Es gibt keine Abkürzung.

Es braucht also neben dem bloßen Wissen noch einen weiteren wichtigen Schritt: Die Menschen müssen es erleben können[KL1] . Regelmäßig und über einen langen Zeitraum.

So haben wir in einem ersten Schritt z. B. den „Wert des Monats“ eingeführt. Da gab es ein Motto. Und das haben wir dann spielerisch in der gesamten Firma umgesetzt. Manchmal auch belohnt.

So haben wir z.B. in einem ersten Schritt z.B. den Wert des Monats eingeführt. Da gab es ein Motto. Und das haben wir dann spielerisch in der gesamten Firma umgesetzt. Manchmal auch belohnt.

Zum Beispiel haben wir für einen unserer Werte eine sogenannte Challenge aufgesetzt. Und zwar eine, die in der Regel nur durch Zusammenarbeit in einem Team erledigt werden konnte. Das sah dann so aus:

Die Challenge:

Überlegt euch gemeinsam mit eurem Team (siehe unten) eine Aktion zum Wert des Monats. Präsentiert eure Idee (inkl. Plan für Umsetzung) auf 1-3 PowerPoint-Slides und schickt mir diese bitte bis 19.09. um 12 Uhr. Das Gewinnerteam bzw. die Aktion, die wir tatsächlich umsetzen werden, wird am 21.9. im Weekly StandUp verkündet. Gewinnt ihr, seid ihr natürlich auch für die Umsetzung der Aktion verantwortlich, die bis 29.9erfolgt sein soll. Jury: Kai, Sven, ich.

Der Gewinn:

Wiesn für euch! 3 Tische (ca. 30 Plätze) im Festzelt Schottenhammel am Freitag, den 30.9. ab 15 Uhr. Inklusive: 2 Maß und ½ Hendl p. P. sowie ein großes Brotzeitbrettl pro Tisch. @ Kölner Kollegen: Ihr werdet natürlich eingeflogen! 

Die Teams:

Team 1: Produktmanagement

Team 2: IT + Finance

Team 3: Marketing + GF/Team Assistenz + HR

Wir sind gespannt! 

LG

Es eignen sich auch andere Formate, wie ein Lunch&Learn, wo alle sich regelmäßig zu einem Thema bei einem gemeinsamen Mittagessen austauschen.

Keine Frage, der Dreh- und Angelpunkt sind die Führungskräfte, die immer wieder daran erinnert werden müssen (durch dich z. B.), um was es geht. Die müssen diese Dinge vorleben.

Eine Sache ist allerdings sehr wichtig.

Menschen ändern ihr Verhalten nur dann, wenn es ihnen persönlich etwas bringt. Entweder sie sind davon überzeugt, das Richtige zu tun, oder man muss ihnen die Hürden ebnen, die sie daran hindern, ein anderes Verhalten an den Tag zu legen.

Über Veränderungsmanagement sind bereits ganze Bibliotheken voller Bücher geschrieben wollen. Das ist kein einfaches Thema. Aber irgendwo musst du ja anfangen. Besser jetzt als später. 

PS: Wer hat eigentlich damals die Wiesntische auf dem Oktoberfest gewonnen und was war deren Idee? Der Wert des Monats war in diesem Fall „verständlich“. Die Kollegen aus der IT und Finance (Team 2) haben sich sehr strukturiert etwas Pfiffiges ausgedacht, und zwar zum Thema Abkürzungen. Abkürzungen können nicht nur neue Mitarbeiter in den Wahnsinn treiben. Was also tun?

Der Vorschlag war:

  • Liste mit den wichtigsten Abkürzungen zusammenstellen
    • Basteln und Designen von Karteikarten mit  anschaulichen Bildern (digital)
    • Bauen eines Firmen-Karteikastens
    • Durchführen eines Usability-Tests
    • Druckauftrag der Karteikarten (laminiert)

Ich bin sicher, alle hatten ihren Spaß und jeder hat sich intensiv mit dem Wert „verständlich“ auseinander gesetzt.

So sollte es sein.

Diesen Blogpost kannst du hier als Podcast hören.

Zu meinem kostenlosen 9-Tages-Training hier entlang: https://mitarbeiterfuehren.com/schwierige-mitarbeiter/

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Photo by Juliana Malta on Unsplash

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Der Autor

Kai Boyd ist ausgebildete Führungskraft und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Führung verbessern können. Seit 1989 führt er Teams, Abteilungen, Bereiche und als Geschäftsführer auch Firmen für Konzerne, den Mittelstand und Start-ups, darunter PricewaterhouseCoopers, die Deutsche Telekom, Telefonica, deal united, Twilio, weg.de und viele mehr. Er lebt mit seiner Familie derzeit in München, glaubt an tägliches Jogging am Morgen und schätzt gutes Essen in guter Gesellschaft.

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