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Tipps zum Umgang mit Konflikten mit Kollegen

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Zwischenmenschliche Beziehungen sind schwierig. Besonders am Arbeitsplatz. Schließlich sind keine zwei Menschen gleich. Dass neuerdings in Zeiten von Home-Office ja sehr viel nur noch schriftlich kommuniziert werden kann, macht die Sache nicht leichter. Und wenn dann noch Stress hinzukommt, kann das diese Unterschiede, die zwei Menschen haben, nur verstärken. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Konflikt kommt, steigt. Was kannst du tun, wenn du merkst, dass du dich in einem Konflikt befindest?

Dieser Artikel basiert auf der Podcast-Folge „Tipps zum Umgang mit Konflikten mit Kollegen“ des „Dein Team, Deine Pflicht“-Podcasts. Um diese Folge und viele weitere zu hören, kannst du den „Dein Team, Deine Pflicht“-Podcast z. B. auf iTunes, Spotify und Amazon Music abonnieren.

Die Lösung in 90 Prozent aller Fälle

Das Allerwichtigste, wenn du merkst, dass es einen Konflikt zwischen dir und einem Teammitglied gibt: Sprich (ich meine wirklich „sprich“, nicht „schreibe“) von Angesicht zu Angesicht mit deinem Kollegen oder deiner Kollegin, um den Konflikt zu lösen. Wenn ein Konflikt entsteht, ist Geschwindigkeit wichtig. Du musst das Problem schnell ansprechen, unabhängig davon, ob der Streit auf einer fiesen Äußerung oder einer wahrgenommenen, aber nicht beabsichtigten Kränkung beruht. 

Es ist immer am besten, wenn du mit deinen Kollegen von Angesicht zu Angesicht in einer möglichst neutralen, ruhigen Umgebung sprichst.

Sprich deine Probleme aus; du wirst ein bisschen über deine Gefühle preisgeben müssen, während du versuchst, eine Lösung zu finden. Höre also zuerst in dich hinein, um dir klarzuwerden, welche Gefühle überhaupt im Spiel sind. Lass deine Kollegen auch ihre Probleme äußern und höre gut zu. In vielen Fällen wirst du feststellen, dass Misskommunikation und Missverständnisse auf diese Weise ganz schnell aufgelöst werden können und damit verhindert wird, dass die Situation weiter eskaliert. Meiner Erfahrung nach lösen sich mit dieser einfachen Methode 90 Prozent aller Probleme in Luft auf.

Wenn ein weiteres klärendes Gespräch notwendig ist

Falls der Konflikt nach diesem ersten klärenden Gespräch immer noch besteht, wirst du wahrscheinlich nicht umhin kommen, ein weiteres Gespräch führen. Zu Es ist nämlich jetzt an der Zeit, dass du eine Lösung mit deinem Kollegen oder deiner Kollegin findest. 

Für diese verbliebenen 10 Prozent habe ich den Kurs „Schwierige Gespräche erfolgreich meistern“ konzipiert, den du als Leser statt für 99 Euro für 19 Euro buchen kannst. Gib auf dieser Seite im Checkout bitte folgenden Gutschein-Code ein: KONFLIKTE LOESEN. Achtung, die Menge ist begrenzt. Natürlich wirst du nach diesem circa einstündigen Videokurs mit einer Reihe von Übungen und Tipps nicht sofort alle Probleme lösen können, sondern wie in allen Dingen im Leben musst du üben, es immer wieder machen, es ausprobieren. 

Auch für dieses zweite Gespräch ist es wieder wichtig: Sprich von Angesicht zu Angesicht!  Nichts davon sollte in einer WhatsApp, Slack oder in einer E-Mail stattfinden. Denn diese Tools, das weißt du aus eigener Erfahrung, eignen sich hervorragend für eine Missinterpretation und würden das Missverständnis, was vielleicht vorher schon da war, jetzt auf jeden Fall verschärfen. 

Copy Paste: SCHWIERIGE GESPRAECHE im Check-Out bei „Gutscheincode vorhanden“ einfügen.

Der beste Weg: Versetze dich in die Lage des anderen

Höre erst mal deinem Kollegen oder deiner Kollegin zu, ohne zu unterbrechen, bis sie ihre Position fertig dargelegt haben. Während du zuhörst (und das ist der wichtige Teil!), musst du deine eigenen Emotionen im Griff haben.

Versuche wirklich, dich in die Lage deines Kollegen oder deiner Kollegin hineinzuversetzen, um ihre oder seine Gefühle und Situation nachvollziehen zu können. Das ist eine Fähigkeit, die wir als Menschen haben. Wir können, wenn wir einen Film schauen, in einem Theaterstück sitzen und mit den Protagonisten im Film mitfühlen. Menschen weinen bei einem Film, weil sie sich in die Lage des anderen hineinversetzen können. 

In einem Konfliktfall machen wir das leider nicht. 

Aber es ist extrem wichtig. 

Nimm dich völlig zurück und versetze dich in die Lage deines Kollegen. Versuche, die Situation nachzuvollziehen. Auf diese Weise wirst du ein besseres Verständnis für seine/ihre Sicht der Dinge bekommen. Glaub mir, du kannst das! Liter von Tränen in Kinosälen und vor Fernsehern haben gezeigt, dass Menschen dazu in der Lage sind. 

Wenn es dir gelingt, einen Kollegen oder eine Kollegin zu verstehen, hast du vielleicht die gemeinsame Basis gefunden, die euch beide einer Lösung näherbringt. 

Tratsch vermeiden

Ganz wichtig: Gieße kein Öl ins Feuer! Bitte niemals hinter dem Rücken deines Kollegen oder deiner Kollegin schlecht über ihn oder sie sprechen, das kriegen die mit! Sobald ihr eine Lösung gefunden habt, ist es wirklich am besten, wenn ihr euch beide an die Vereinbarung haltet.

Ich würde auch keinen Dritten, keinen Chef, niemand anderen mit in die Diskussion einbeziehen und auch nicht offen mit anderen Kollegen darüber sprechen. Warum? Klatsch und Tratsch im Büro kann Gefühle verletzen und die Chance auf die Lösung ruinieren. Außerdem kann Tratsch nicht nur die Beziehung zu deinem Kollegen oder deiner Kollegin zerstören, sondern schafft auch eine giftige Umgebung für alle Beteiligten. 

Wann man den Vorgesetzten einschalten sollte

Es kann sein, dass ihr das Problem untereinander nicht gelöst bekommt. Das ist nicht so schlimm. Dann musst du eben deine(n) Vorgesetzte(n) einschalten. Natürlich ist es grundsätzlich das Beste, den Konflikt selber zu lösen. Es gibt aber nun mal Fälle, für die du eine Führungskraft oder sogar die Geschäftsführung brauchst. 

Wenn dich zum Beispiel ein Kollege oder eine Kollegin belästigt hat, dann ist das eigentlich ein Grund, das sofort anzusprechen. Wir reden jetzt von sexueller Belästigung. Wir reden von Beleidigungen übelster Art! Wenn Bösartigkeit im Spiel ist, dann würde ich im Regelfall relativ zügig den Chef oder auch die Geschäftsführung mit einbeziehen. Wenn dein Kollege oder deine Kollegin einen Kommentar fallen gelassen hat, die deine Grundwerte oder auch die Werte der Firma wirklich beleidigen – also in Bezug auf deine sexuelle Orientierung, die Hautfarbe, eine Behinderung, was auch immer –, verdient das definitiv die Aufmerksamkeit deines Vorgesetzten. So etwas kann man unter Umständen dann nicht mehr untereinander lösen. Du kannst natürlich weiterhin versuchen, das alleine zu lösen, aber wenn es keinen Erfolg hat, ist es unbedingt angeraten, deinen Vorgesetzten einzubeziehen.

Konflikt gelöst – wie geht es jetzt weiter?

Man muss Konflikte auch hinter sich lassen können. Konflikte sind normal, sind ein natürliches Phänomen. Es wird immer Konflikte unter Kollegen geben. Ich habe es nie anders erlebt. Man ist schon mal anderer Meinung. Die meisten Streitigkeiten können einfach mit einer Konfliktlösung bewältigt werden; bei anderen brauchst du Hilfe von deinem Vorgesetzten oder von der Geschäftsführung. 

Wenn du dich in einem toxischen Umfeld wiederfindest, wo Konflikte nicht gelöst werden, die Stimmung sehr schlecht ist, keiner wirklich an einer Lösung interessiert ist und du es einfach nicht mehr aushältst, ist es vielleicht an der Zeit, über einen Jobwechsel nachzudenken. 

Auf der anderen Seite muss nicht alles gelöst werden – auch eine Möglichkeit, einen Konflikt hinter sich zu lassen. Nicht jede Unstimmigkeit muss angesprochen werden. Du bist ja hier auf der Arbeit und es ist nicht deine Aufgabe, Freunde fürs Leben zu suchen. 

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Diesen Artikel kannst du hier als Podcast hören. Um diese Episode und viele andere zu hören, kannst du den „Dein Team, deine Pflicht“-Podcast bei iTunes, Spotify, Amazon Music und anderen abonnieren. 

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Kai Boyd ist ausgebildete Führungskraft und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Führung verbessern können. Seit 1989 führt er Teams, Abteilungen, Bereiche und als Geschäftsführer auch Firmen für Konzerne, den Mittelstand und Start-ups, darunter PricewaterhouseCoopers, die Deutsche Telekom, Telefonica, deal united, Twilio, weg.de und viele mehr. Er lebt mit seiner Familie derzeit in München, glaubt an tägliches Jogging am Morgen und schätzt gutes Essen in guter Gesellschaft.

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